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Tipp der Woche: Wo sind nur die Schrauben hin?

Donnerstag, September 15th, 2011

Möbelhersteller sind mitunter ziemlich kreativ, wenn es darum geht, verschiedene Kleinteile innerhalb einer Warenlieferung zu verstecken.

Wir zeigen Ihnen die fünf beliebtesten Verstecke:

Beispiel #1: Steckregale werden meist sehr platzsparend verpackt. Beliebt ist es bei den Herstellern, die enorm wichtigen Fachbodenträger mit Klebeband auf die Unterseite der Fachböden aufzukleben.

Beispiel #2: Schranktür-Schlüssel verstecken sich gerne innerhalb von verschlossenen Schubladen, oben auf dem Schrank oder in seltenen Fällen auch unter dem Schrank im Sockel.

Beispiel #3: Die Schrauben für die Regalfüße sind nicht auffindbar? Das liegt daran, dass das Verschrauben der Regalfüße mit dem Rahmen nur in bestimmten Fällen notwendig ist, nämlich dann, wenn ein Regal ein bestimmtes Verhältnis zwischen Höhe und Tiefe überschreitet und dadurch eine besondere Gefahr des Umkippens besteht:

Gesichert werden müssen Regale, deren Höhen-Tiefenverhältnis
größer als 5:1 ist.
Beispiel 1: Regalhöhe = 2.500 mm; Tiefe = 400 mm; ➞ 6,25:1.
Das Regal ist nicht standsicher.
Beispiel 2: Regalhöhe = 2.500 mm; Tiefe = 600 mm; ➞ 4,17:1.
Das Regal ist standsicher.

Dementsprechend werden Schrauben zum Montieren von Regalfüßen bei vielen Regalvarianten gar nicht erst mitgeliefert.

Beispiel #4:  Kleinteile werden sehr häufig eingeschweißt in Plastikbeuteln versendet. Problematisch wird es, wenn sich dieses Beutelchen zusammen mit größeren Bauteilen in einer weiteren Kunststoffverpackung befindet. Wird die äußere Verpackung entfernt, dann kann es durchaus vorkommen, dass der vermeintliche Abfall noch wichtige Kleinteile enthält, die weder einfach erfühlt, noch gesehen werden können. In so einem Fall ist eine genaue Kontrolle nötig. Daher empfiehlt es sich grundsätzlich, solange mit der Entsorgung des Verpackungsmaterials zu warten, bis die Montage vollständig abgeschlossen ist.

Beispiel #5:  Gerne werden Montagematerialien auch für den Transport in andere Bauteile hineingesteckt. Das spart zwar wertvollen Platz, kann aber den Monteur viele Nerven kosten. Hier hilft es, auf klappernde Geräusche, auf merkwürdige Ungleichgewichte bei ansonsten symmetrischen Bauteilen oder außergewöhnliche Farbenvarianzen (transparentes Klebenband!) zu achten.